Eröffnung der A.K.T.-Räume

Mit einer Ausstellung des Oberpfälzer Ausnahmekünstlers Paul Schinner und einem abwechslungsreichen musikalischen Rahmenprogramm eröffneten am 28.02.2008 die neu renovierten Räume unseres A.K.T. Kunstvereins Amberg. Die Veranstaltung wurde eröffnet mit einem Stück von Edmund Severn, brillant interpretiert von der Geigenvirtuosin Maria Anna Feldmeier-Zeidler, begleitet vom ehemaligen Leiter des Amberger Kammerorchesters Wolfgang Herrneder am Piano.
1. Vorsitzender Hans Graf begrüßte im Anschluß die mehr als 200 Gaste, im Besonderen den Künstler Paul Schinner, Oberbürgermeister Wolfgang Dandorfer und den 1. Vorsitzenden des Regensburger Kulturvereins Dr. Reiner R. Schmidt, bevor er auf die Idee unseres Vereins einging. Diese liegt darin, Kunst von überall her und in allen Sparten nach Amberg zu bekommen – nicht, weil es keine gute und erfolgreiche Kunst hier gäbe, sondern weil es nie genug davon geben kann. Der Verein sieht die Bestimmung seiner Räume nicht in der Schaffung eines Museums oder einer Verkaufsgalerie, sondern als eine Kunst vermittelnde Begegnungs- und Wirkungsstätte. Besonderen Stolz äußerte Hans Graf über den Umstand, dass der Verein mit einer Ausstellung von Paul Schinner beginnen konnte.
 
Oberbürgermeister Dandorfer machte sich Gedanken über die Initialen „A.K.T.“ und kam zu dem Schluss, dass neben Deutungen wie aktuell, aktiv etc. das „A“ auch für Amberg, das „K“ für Kunst und das „T“ für Treff stehen könnten. Mit Freude über den hohen Publikumsandrang wünschte er unserem Verein für die Zukunft viel Glück.

Dr. Reiner R. Schmidt, 1.Vorsitzender des Regensburger kulturvereins, reflektierte anschließend über den Lebensweg Paul Schinners. Paul Schinners Bedeutung  liegt in seinen Plastiken und  das ist auch in seinen Zeichnungen zu sehen, die einen besonderen Stellenwert in seinem Schaffen einnehmen.
Seine zeichnerische Entwicklung war enorm von Vorbildern der 50er Jahre wie Borlog und Hartung beeinflusst. Er verwendete nicht nur die normalen Techniken sondern fand neue Wege, teilweise sind Strukturen zerstört, hineingekratzt,  mit verschiedenen Techniken, die sich teils überlagern und ergänzen. Als Bildhauer hat er dabei immer die Erfassung des Raumes im Hinterkopf gehabt, was sich auch in den Zeichnungen zeigt. Die Exponate zeigen einen Querschnitt aus allen Schaffensperioden.

Frau Feldmeier-Zeidler und Herr Herrneder beendeten die Ansprachen mit dem „Polnischen Tanz für Violine und Klavier“ von Edmund Severn.
 
Furios aufgespielt und perfekt inszeniert boten 5 junge Musiker der Drumline des Gregor-Mendel-Gymnasiums eine mitreissende Show an ihren Trommeln.
Mit Wein und Bier und einem leckeren Buffet, wofür die Metzgerei Linder, das Casino Wirthaus, die Brauereien Bruckmüller und Kummert aus Amberg sowie die Käserei Wohlfahrt aus Weissenberg gesorgt haben, wurde bis weit nach Mitternacht lebhaft diskutiert und gefeiert.
 
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